Gerade in der privaten Wirtschaft, lastet im Unterschied zu Angestellten im öffentlichen Dienst oft ein erhöhter Druck auf den Arbeitnehmern. Dieser Umstand ist besonders tückisch, wenn es um das Thema Burn-Out bei Arbeitnehmern geht. Burnout beginnt jedoch schleichend und wird nicht immer sofort diagnostiziert. So kann es vorkommen, dass gerade in der Anfangsphase die körperlichen Beschwerden überwiegen.

Längere Krankenstände bei Frauen

Laut einer Studie der Universität Bielefeld in Kooperation mit der AOK dauerten im Jahr 2010 Fehlzeiten durchschnittlich 17,3 Tage. Knapp ein Zehntel fehlte wegen psychischer Ursachen, wie Depressionen, psychisch bedingter Erschöpfung und Depressionen bzw. Burn-Out. Bei Frauen waren der Grund häufiger psychische Beschwerden, ihre krankheitsstände waren häufiger, fielen jedoch kürzer aus, als Vergleich zu Männern, die weniger oft , aber dafür länger arbeitsunfähig gemeldet waren ( Quelle: spiegel.de).

Drohender Arbeitsplatzverlust und Kündigung durch häufige Arbeitsunfähigkeit

Viele Betroffene geben an, ein schlechtes Gewissen zu haben, selbst wenn sie krankgeschreiben sind. Meist ist dies auf eine zu hohe Arbeitsbelastung und fehlende Vertretung und zu volle Terminkalender zurückzuführen. Diese traurige Realität ist allein schon schlimm genug. Was aber, wenn der Chef mit Kündigung wegen krankheitsbedingter Fehlzeiten droht? Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich rechtzeitig von einem spezialisierten Anwalt für Arbeitsrecht beraten lassen, denn meist lassen sich Arbeitnehmer schnell einschüchtern oder kennen Ihre Rechte nicht richtig. Auch bei Mobbing, Sonderkündigungsrechten, Urlaubsansprüchen und Schwangerschaft kann ein Berater helfend zur Seite stehen und umfassend informieren. Eine Übersicht zu den Beratungsleistungen von Anwälten mit dem Spezialgebiet Arbeitsrecht, auf der sich Betroffene informieren können, gibt es unter anderem auf der Webseite www.kanzlei-samnee.de.

Schuldgefühle nicht förderlich

Ein oft vernachlässigter Aspekt bei Burnout und chronischer Erschöpfung von Arbeitnehmern ist zusätzlich zu der Belastung mit körperlichen und psychischen Beschwerden noch mögliche Schuldgefühle dem Arbeitgeber gegenüber, auch wenn dieser verständnisvoll auf die Erkrankung und die Fehlzeiten reagiert. Wenn die Diagnose erst einmal gestellt ist und eine Krankschreibung erfolgt, obwohl es in der Vergangenheit bereits längere Krankenstände gab, sollte nicht unterschätzt werden, dass viele Arbeitnehmer sich unnötigerweise mit Schuldgefühlen herumplagen, nicht genug geleistet zu haben. Diese Denkweise sollten Betroffene vermeiden, da sie nicht förderlich für eine schnelle Genesung ist. Auch Angehörige sollten aufmerksam reagieren, wenn der Betroffene derartige Bedenken äußern, um ihnen zusätzlichen Stress und belastende Gefühle nehmen.